Journal · 11. Mai 2026

Was die Agenturlandschaft im Frühjahr wirklich bewegt

Fusionen, Pitch-Müdigkeit und neue Spezialboutiquen: ein Überblick über die Bewegungen, die Marketingentscheider derzeit beschäftigen.

Von Lena Vogt · Agenturen, Branche

Kreativteam in einer Agenturbesprechung

Die Frühjahrssaison bringt traditionell Pitch-Wellen – doch diesmal berichten mehrere Media- und Kreativagenturen von einer spürbaren Zurückhaltung. Auftraggeber verlangen klarere Briefings und kürzere Pitch-Listen, bevor überhaupt Konzepte entstehen.

Gleichzeitig entstehen Spezialboutiquen um Retail Media, Employer Branding und Influencer-Compliance. Diese Häuserer gewinnen Mandate, die früher bei Full-Service-Agenturen landeten – oft mit schlankeren Teams und engeren Branchenkenntnissen.

Für Marketingleitungen heißt das: Anbietervergleiche brauchen neue Kriterien. Statt nur Kreativleistung zu bewerten, rücken Lieferketten im Mediaeinkauf, Transparenz bei Influencer-Verträgen und die Fähigkeit, Kampagnen über Store- und Online-Kanäle zu verzahnen, in den Vordergrund.

Wir haben Gespräche mit sieben Agenturleitungen und vier Inhouse-Teams geführt. Ein wiederkehrendes Motiv: Budgets werden nicht grundsätzlich gekürzt, aber stärker an messbare Verkaufs- oder Recruitingziele gebunden. Das verändert die Art, wie Agenturen ihre Arbeit dokumentieren und präsentieren.

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