Journal · 27. April 2026

Retail Media: Zwischen Regalplatz und Reichweitenversprechen

Handelsmedien wachsen weiter – doch Marketer fragen nach klareren Reichweitennachweisen und fairen Buchungsbedingungen.

Von Jonas Keller · Retail Media, Media

Verkaufsfläche eines Einzelhandelsgeschäfts

Retail-Media-Netzwerke der großen Händler haben in den letzten Monaten ihre Buchungsportale überarbeitet. Für Marken bedeutet das oft mehr Selbstbedienung – und zugleich mehr Verantwortung, die eigenen Kampagnenziele sauber zu definieren.

Besonders diskutiert wird die Vergleichbarkeit von Impressionen zwischen Filialscreens, App-Bannern und Onsite-Platzierungen. Mehrere Mediaagenturen fordern einheitliche Messstandards, bevor sie Budgets aus dem klassischen Display-Umfeld umschichten.

Für kleinere Marken bleibt der Einstieg teuer: Mindestbuchungen und Produktionskosten für Instore-Assets schrecken ab. Manche Handelsketten reagieren mit Einstiegspaketen, die regionale Filialcluster statt bundesweiter Reichweite verkaufen.

Unsere Empfehlung an Einkäufer: Vor der Buchung klären, welche Verkaufsdaten nach der Kampagne tatsächlich freigegeben werden – und ob Konkurrenzausschlüsse im Regalbereich greifen.

Zurück zum Journal